Weltladentag 2026: Infos für Weltläden

Fair fruchtet!


Bananen, Orangen, Ananas und Mangos gehören weltweit zu den beliebtesten Früchten. Doch ihre Produktion ist oft mit schwierigen Arbeitsbedingungen verbunden. Viele Menschen, die sie anbauen und ernten, erhalten niedrige Löhne, arbeiten befristet oder ohne Vertrag und haben kaum Mitspracherechte. Große Plantagen internationaler Konzerne bestimmen den Markt, während Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit begrenzten Ressourcen kaum konkurrenzfähig sind. Obwohl die Obst- und Fruchtsaftproduktion enorme Gewinne erzielt und jährlich rund 110 Millionen Tonnen Bananen geerntet werden, bleibt am Anfang der Lieferkette nur ein kleiner Teil des Erlöses bei den Produzent*innen.


Ausbeutung auch in Europa

Nicht nur im globalen Süden, aus dem viele der beliebten Früchte stammen, gibt es ein Ungleichgewicht entlang der Lieferketten von Obst und Gemüse. Auch in Europa zeigen sich problematische Arbeitsbedingungen. Saisonarbeiter*innen arbeiten oft unter schwierigen Bedingungen, verdienen wenig und haben nur befristete Verträge. Häufig fehlen faire Strukturen und der Schutz von Arbeitsrechten, sodass Mitbestimmung und soziale Absicherung nur eingeschränkt möglich sind.

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Die Aktion Süß statt bitter macht auf Ausbeutung in Süditalien aufmerksam und zeigt Alternativen: SOS Rosarno zahlt faire Preise und bietet sichere Arbeit für Erntehelfer*innen. Mehr auf faire-orangen.de. 


Die Macht der „Big Four“

Neben den sozialen Aspekten stellt auch der Markt eine Herausforderung dar: In vielen Ländern kontrollieren wenige Großunternehmen und Supermarktketten die Preise für Obst und Gemüse. In Deutschland beispielsweise haben vier Konzerne – Aldi, Lidl/Kaufland, Edeka und Rewe – einen Marktanteil von 85 Prozent. Diese Marktmacht übt Druck auf Lieferanten aus, die gezwungen sind, ihre Preise zu senken, häufig ohne dass die Produktionskosten gedeckt sind.

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Wer tiefer einsteigen möchte: Zwei Publikationen von Forum Fairer Handel und Oxfam zeigen, wie die „Big Four“ den Lebensmittelmarkt prägen und warum faire Alternativen dringend nötig sind. Mehr dazu findest du hier. 


Faire Preise machen den Unterschied

Faire Handelsmodelle setzen genau hier an. Sie zielen darauf, die Wertschöpfung entlang der Lieferketten gerechter zu verteilen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu stärken. Fair-Handels-Organisationen ermöglichen es Produzent*innen und Arbeiter*innen, verlässlicher zu planen, ihre Rechte besser durchzusetzen und langfristige Perspektiven zu entwickeln. Statt kurzfristigem Preisdruck stehen faire Preise, Transparenz und partnerschaftliche Handelsbeziehungen im Mittelpunkt.

Der Weltladentag 2026, der unter dem Motto „Fair Fruchtet“ steht, nimmt diese Themen in den Blick. Er zeigt, wie Früchte produziert werden, wer daran beteiligt ist und wie der Faire Handel entlang der Lieferketten für gerechtere Preise, faire Entlohnung und bessere Lebensbedingungen sorgt. 


Faire Früchte gefällig? 

Wer für den Weltladentag oder für das eigene Sortiment frische, fair gehandelte Früchte sucht, wird beim anerkannten Weltladen-Lieferanten Kipepeo fündig. Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren mit Kooperativen in Uganda, Tansania, Thailand und Indonesien zusammen. Die Früchte stammen aus ökologischer Mischkultur und werden erst kurz vor Tropenreife geerntet. Dadurch sind sie besonders aromatisch und innerhalb weniger Tage nach der Ernte in Deutschland.

Zum Angebot gehören auch Trockenfrüchte, die in Tansania schonend solargetrocknet werden. Sie kommen ohne Zusatzstoffe aus und behalten durch die schonende Verarbeitung ihre Rohkostqualität.

Die Zusammenarbeit folgt dem Ansatz „Trade not Aid“: Durch den Export ihrer Biofrüchte erzielen die beteiligten Familien ein stabiles Einkommen und können ihre Betriebe weiterentwickeln. Ergänzend unterstützt der gemeinnützige Verein „Kipepeo – Entwicklung in Afrika e.V.“ Projekte wie Regenwassertanks oder Wasserfilteranlagen, die den Alltag der Gemeinden verbessern.

Für Weltläden ist der Zugang zu frischen und fairen Früchten dank Kipepeo unkompliziert: Über bio.fair@kipepeo.com könnt ihr euch in ihren Mailverteiler eintragen lassen. Ihr erhaltet dann in regelmäßigen Abständen Bestelllisten für die verfügbaren Früchte sowie Informationen zur Lieferung, die alle zwei Wochen stattfindet. Erst wenn ihr bestellt, ernten die Bauern die Früchte. Darum ist eine Vorbestellung notwendig. Besonders beliebt sind übrigens die Ananas Smooth Cayenne, die Apfel-Banane oder die bewässerungsfreien Avocados Hass und Jumbo. Jede Runde ist freiwillig, ihr könnt jedes Mal neu entscheiden, ob und welche Mengen ihr bestellen möchtet.

Weitere Infos über Kipepeo findet ihr hier.


Kontakt:

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Der Weltladentag 2026 wird gefördert aus Mitteln des Katholischen Fonds sowie durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des BMZ.

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Stand: 10/2022

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