fairtont. Der Weltladen-Podcast
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Der Weltladen-Podcast


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Der Podcast wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, von der Deutschen Postcode Lotterie, sowie von ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des BMZ.

Episoden:

07.05.2025

#34 Schoki fürs Klima: Wie kann das funktionieren?

Schokolade fürs Klima – wie geht das? Was bedeutet die Klimakrise für die Kakaoproduktion? Warum ist die Wertschöpfung im Anbauland so wertvoll? Und wie geht die Schokoladenproduktion selbst den Weg zu Klimapositivität?

In der neuen Podcast-Folge zum Weltladentag am 10. Mai dreht sich alles um Schokolade und die Klimakrise: Wie hängt das zusammen? Gemäß des Mottos “Schoki fürs Klima? Kauf ich euch ab!” sprechen Annalena und Laura mit Jonas Schaller von fairafric und mit Barbara Schimmelpfennig von der GEPA. Beide Schokoladenhersteller gehen mit dem Fairen Handel alternative Wege für Klimagerechtigkeit. Fairafric setzt bereits seit acht Jahren ganz auf die Wertschöpfung im Ursprungsland: Von der Bohne bis zur Tafel wird die Schokolade in Ghana hergestellt, die solarbetriebene Schokoladenfabrik liegt praktisch direkt neben den Kakaoplantagen. Die Verarbeitung im Kakaoanbauland führt zu 50 bis 60 Prozent Wertschöpfung des fertigen Produkts in Ghana – für Jonas Schaller ist das wirtschaftliche Handeln ein Mittel zur Armutsbekämpfung. Außerdem erklärt er, was ein Agroforst bedeutet und wie wichtig Schokolade fürs Klima sein kann.

Die GEPA ist ein Pionier im Fairen Handel und wird dieses Jahr – wie der Weltladen-Dachverband – 50 Jahre alt. Die Lieferkette ist vollkommen transparent – eine Besonderheit in der Schokoladenindustrie. Die GEPA weiß genau, wer wo beteiligt ist. Auch sie setzt zum Beispiel bei der Kakaobutter auf die Wertschöpfung im Ursprungsland. Barbara Schimmelpfennig zeigt auf, wie genau Schokolade hergestellt wird und was aus Sicht der GEPA echte Alternativen für Klimagerechtigkeit sind.
In der Folge erfahrt ihr Hintergründe, wie der Kakaoanbau und die Klimakrise zusammenhängen – und wie Schokolade zur Lösung beitragen kann. Außerdem wird es auch ein bisschen lecker – aber hört selbst!

Hier geht es zu unserer Umfrage an alle Hörenden. Wie gefällt euch unser Podcast fairtont. und warum hört ihr ihn?

Links zum Weiterlesen:

Am 10. Mai ist Weltladentag! Erfahrt hier, wie ihr euch selbst beteiligen könnt und geht unbedingt bei eurem Weltladen vorbei.

Die Schokoladenfirma fairafric stellt bereits seit acht Jahren ihre Schokoladen von der Bohne bis zur Tafel in Ghana her. Sie hat sich mit Weltpartner zusammengeschlossen.

Die GEPA setzt sich bereits seit 50 Jahren für den Fairen Handel und globale Gerechtigkeit ein. Sie hat direkte Handelspartnerschaften zu ihren Kakaokooperativen.

In der Folge sprechen wir den WDR-Dokumentarfilm „Schmutzige Schokolade: Sie zahlen für unseren Genuss“ an. Hier werden die harten Anbaubedingungen und die Kinderarbeit im Kakaoanbau in der Côte d’Ivoire gezeigt. Die GEPA kommt als Positivbeispiel mit dem Anbau in der Dominikanischen Republik vor.

Gerade zu Kinderarbeit im Kakaoanbau haben wir eine ganze Folge produziert: Noch immer arbeiten 1,5 Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen in Westafrika unter ausbeuterischen Bedingungen. Hört auch gerne noch in diese Folge #23 Von Kindern für Kinder – Kakaoanbau in Westafrika rein!

So langsam tut sich was in der Schokoladenindustrie: Mit der Gründung des Forum Nachhaltiger Kakao verpflichten sich mittlerweile einige Schokoladenhersteller zu mehr Nachhaltigkeit im Kakaoanbau.

16.12.2024

#33 Gemeinsam für Vielfalt: Weltläden engagiert für Demokratie

In der neuen Folge unseres Weltladen-Podcasts fairtont. sprechen Annalena und Laura über Demokratie und Rechtsruck in Deutschland. Eingeladen sind der Weltladen Oberursel und der Weltladen AHA Dresden. Beide Weltläden engagieren sich intensiv für Demokratie und Vielfalt und sind deswegen verschiedenen Anfeindungen ausgesetzt.

Zu Gast sind Ulrike Backhaus und Maren Horn aus dem Weltladen Oberursel. Sie wurden im Frühjahr 2024 Opfer eines Buttersäureangriffs. Im Podcast berichten sie von ihrem Umgang damit und wie sie sich vernetzen: So sind sie Teil des Bündnisses für Demokratie und Menschenwürde. Auch Claudia Greifenhahn aus dem Weltladen AHA Dresden ist zu Gast. Ihr Ladencafé befindet sich mitten in Dresden, was verschiedene Herausforderungen mit sich bringt. Gleichzeitig ist es ein perfekter Ort für Vernetzung und Bündnisse, wie zum Beispiel für die OMAS GEGEN RECHTS, für die sich Claudia auch engagiert. Für ihren Einsatz haben diese die Dresdner Friedensplakette „Schwerter zu Pflugscharen“ erhalten.

Beide Weltläden zeigen ein beeindruckendes Engagement für Demokratie und Menschenrechte. Und sie zeigen, wie wichtig es ist, sich gemeinsam zu vernetzen und Bündnisse zu schmieden. Für unsere Gästinnen sind der Faire Handel und der Einsatz gegen Rechts zwei Seiten einer guten Medaille: Es geht darum alle Beteiligten gut zu behandeln, nämlich als Menschen. Wer fair handelt, ist auch demokratisch. In der Folge sprechen wir auch darüber, wie ihr euch selbst einsetzen oder unterstützen könnt.

Weiterführende Links:

Hier findet ihr alle Infos zum Weltladen Oberursel und auch Hintergründe zur Entstehung des Bündnisses für Demokratie und Menschenwürde in Oberursel.

Hier gibt es alle Infos zum Restaurant und Ladencafé des Weltladens AHA in Dresden.

Infos zur bundesweiten Organisation der OMAS GEGEN RECHTS gibt es hier.

Weitere Informationen und passende Materialien des Weltladen-Dachverbandes gibt es hier zur Aktion #WirWählenFair - Für Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit weltweit!

Schau gerne in einem Weltladen in deiner Nähe vorbei!

12.09.2024

#32 Wir sind jung und brauchen die Welt! Junges Engagement zur Fairen Woche 2024

Tausende junger Menschen gehen auf die Straßen für ein besseres Klima und fordern mehr weltweite Klimagerechtigkeit. Was treibt sie an? Und welche Rolle spielt die Faire Woche als größte Aktionswoche des Fairen Handels dabei?

In der neuen Folge unseres Weltladen-Podcasts fairtont. sprechen Annalena und Laura über Klimagerechtigkeit und junges Engagement im Rahmen der Fairen Woche 2024. Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland und dauert vom 13. bis zum 27. September 2024. In mehr als 1.400 Veranstaltungen engagieren sich viele Akteure für den Fairen Handel und ein gutes Leben für alle Menschen weltweit. Im Podcast zu Gast ist Julia Lesmeister vom Forum Fairer Handel, die die Faire Woche schon seit mehr als zehn Jahren gemeinsam mit Fairtrade Deutschland und dem Weltladen-Dachverband organisiert. Außerdem erzählen Jakob, Stella und Hanna von den Fair Allies, warum sie sich als junge Menschen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel engagieren. Sie haben sich als junges Aktionsteam zusammengeschlossen. Ihr Wunsch ist es, Menschen zum Mitmachen und Umdenken durch eigens entwickelte KlimaFair-Challenges zu motivieren. Jeden Tag in der Fairen Woche wartet eine Challenge, bei der die Teilnehmenden faire Preise gewinnen können. Seid gespannt!

Schließlich berichtet Bernis Cunningham, Klimaaktivist aus Nicaragua, von seinen Bemühungen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel. Er ist überzeugt davon, dass die Jugend eine entscheidende Rolle für die Veränderung des Landes spielt. Und er erklärt, warum der Faire Handel wichtig ist.

Weiterführende Infos:

Hier findet ihr die Hauptseite der Fairen Woche. Dort könnt ihr euch für eine Aktion eintragen, findet Materialien und weitere Hintergrundinfos. Und hier gibt es den Blog zur Fairen Woche.

Die Faire Woche ist auch bei Instagram und Facebook, dort findet ihr auch die Challenge der Fair Allies: @Faire Woche

Bernis Cunningham ist Gründer und Leiter der Planting Change Foundation.

Fairtrade Deutschland bietet ebenso vielfältige Möglichkeiten des Engagements in Schulen, Unis und Kommunen.

Schau gerne in einem Weltladen in deiner Nähe vorbei!

01.08.2024

#31 Von Lebensbäumen, Alltag und Hoffnung - Wie Fairer Handel in Haiti funktioniert

Was haben Lebensbäume aus alten Metallfässern und Perlen aus Pappschachteln mit Haiti gemein? Wie funktioniert Fairer Handel in einem Alltag, der von Angst und Gewalt geprägt ist? Und wie gelingt es Haitianer*innen, absolute Lebenskünstler*innen zu bleiben?

In der neuen Podcast-Folge von fairtont. sprechen Annalena und Laura mit Amy Koppe von Our Market. Amy bringt uns schöne und bedrückende Geschichten über ihre Handelspartner*innen in Haiti mit. Haiti steht aktuell vor großen politischen und sozialen Herausforderungen mit viel Alltagsgewalt, Angst und allgegenwärtigem Tod. Wie funktioniert Fairer Handel unter diesen Bedingungen?

Amy erzählt, wie Our Market entstanden ist und warum der Faire Handel in Haiti trotz allem für Hoffnung sorgt. Es wird deutlich, wie stark und kreativ die Haitianer*innen sind. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, was es mit Lebensbäumen aus alten Metallfässern oder Perlen aus Pappschachteln auf sich hat und warum die in Haiti gefertigten Drachen aus altem Metall auf Mittelaltermärkte reisen. Damit vertieft die Podcast-Folge unser letztes Thema zu Fairem Handel in Konfliktregionen.

Weitere Infos:

Auf der Website von Our Market findet ihr weitere Infos und viele schöne fair gehandelte Produkte aus Haiti, Guatemala und Laos. Aktuelle Infos und viele weitere Geschichten sendet Our Market auch bei Instagram und Facebook.

Aktuell ist die Situation in Haiti sehr bedrückend und gefährlich. Im Frühjahr hat der Tagesspiegel mit den Kunsthandwerker*innen gesprochen, einen Online-Zeitungsartikel veröffentlicht sowie dieses Video. Teilweise wurde es von Richard, dem Firmenfotograf von Our Market gedreht.  

Schau gerne in einem Weltladen in deiner Nähe vorbei und halte nach Produkten aus Konfliktregionen wie Haiti Ausschau.

11.07.2024

#30 Conflictfood?! Wie Fairer Handel in Konfliktregionen funktioniert

Kriege, Krisen, Katastrophen – manche Regionen auf der Welt sind regelrechte Konfliktregionen. Was heißt das konkret für den Fairen Handel? Wie funktioniert Fairer Handel mit Handelspartnern, die in Konfliktregionen leben?

In der neuen Folge unseres Podcasts fairtont. reden Annalena und Laura über Fairen Handel in Konfliktregionen. Annalena berichtet von einem Workshop mit Conflictfood, El Puente und Weltpartner auf den Weltladen-Fachtagen. Die Importeure und ihre Handelspartner in Konfliktregionen wie Afghanistan, Palästina, Myanmar und der Ukraine stehen immer wieder vor Herausforderungen: Grundwasser steht nicht zur Verfügung, was die Ernte erschwert. Verpackungen können nicht importiert werden. Kontrollposten lassen fertig abgefüllte fair gehandelte Waren nicht durch oder verlangen Geld. Lagerhallen brennen ab. Dazu stellen Banken den Verkehr ein, es gibt Demütigungen und Bedrohungen. Trotz all diesen Herausforderungen versucht der Faire Handel, Handelspartnerschaften in Konfliktregionen aufrecht zu erhalten und immer eine Lösung zu finden.

Im Interview sprechen Gernot Würtenberger und Salem El-Mogaddedi über die Gründung von Conflictfood und ihre Vision eines Ehrlichen, Fairen und Direkten Handels. Sie stellen spannende Produkte wie Safran, Freekeh und Fleur de Sel vor – und wie sie mit Handelspartnern in verschiedenen Konfliktregionen in Kontakt kommen.

Seid gespannt auf eine authentische Folge mit einem Interview und O-Tönen direkt von den Weltladen-Fachtagen.

Weiterführende Links:

Das soziale Handelsunternehmen Conflictfood veröffentlicht auf seiner Seite auch ein Journal, in dem ihr weitere Infos zu einzelnen Ländern oder sogar Rezepte findet.

Schau gerne in einem Weltladen in deiner Nähe vorbei und halte nach Produkten aus Konfliktregionen Ausschau.

CC BY 4.0-Lizenz

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Stand: 10/2022

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